Beautiful Fighter von Yueri (SakuraxSasuke) ================================================================================ Kapitel 3: Die Kluft -------------------- Das Büro war stockfinster und kein Laut tat sich aus den dicken Wänden des Raumes. Immer, wenn die Wolken sich vor den Mond schoben und sein Licht auffingen, wurde das Büro, indem die Vorhänge weit geöffnet waren, von einer noch tieferen Dunkelheit verschluckt und verschwand gänzlich, als würde kein Raum vorhanden sein, sondern nur ein einziges schwarzes Loch. Tsunade's Büro war in dieser Nacht wohl der einzige Raum, indem kein Licht brannte und aus dem keine Stimmen hervordrangen. Die Berater und die Vertrauten des Hokages waren ganz und gar nicht glücklich mit der Entscheidung, die Tsunade gefällt hatte und Tsunade hielt es für besser sich für den Rest der Nacht von all dem zurückzuziehen. Sie war unglaublich enttäuscht über ihre eigene Schülerin, die sie immer für ein sehr kluges Mädchen gehalten hatte, sie jetzt aber einfach nur als sehr dumm einschätzte. Hatte sie ihr nicht tausende Male gesagt, dass es die wichtigste Regel im Ninja-Dasein war die eigenen Gefühle zu unterdrücken und dem Dorf seinen Dienst zu leisten? Tsunade seufzte leise und ließ sich auf ihren Stuhl gleiten, als die Wolken den Mond wieder freigaben. In all der Dunkelheit wirkte der Raum fast gespenstisch, doch Tsunade ströhmten viel zu viele Gedanken durch den Kopf, als dass sie sich darauf hätte konzentrieren können. Nicht nur, dass sie unglaublich wütend auf Sakura war, so bereute sie die Entscheidung schon Naruto, Shikamaru und Rock Lee alleine auf die Mission geschickt zu haben. Es war sehr viel Zeit vergangen und Tsunade war sich nahezu sicher, dass Sasuke das Sharingan mittlerweile relativ gut gemeistert hatte und eine große Gefahr für ihre Schützlinge darstellte. "Dummkopf.."; sprach sie sich selbst zu und massierte ihre Schläfen leicht. War es also schon soweit, dass sie an sich als Hokage zweifeln musste? Das leise Knarzen der Tür ließ sie aus ihren Gedanken erwachen. "..Tsunade?" Das vertraute Gesicht ihres ehemaligen Teamkameraden luckte langsam hervor und die eisige Kälte, die Tsunade umgeben hatte, löste sich mit einem Male auf. "Jiraiya?" Sie musterte ihn, als er zur Tür hineintrat und sie dann hinter sich schloss. "Was tust du hier?" "Ich mache mir Sorgen um dich, du alte Frau." Aus seinem schüchternen Blick wurde ein neckisches Grinsen, als er auf sie zuschritt und sich leicht vor ihr aufbaute, als wolle er zeigen, dass er der Herr hier war. Tsunade sah kurz leicht empört zu ihm auf und lehnte den Kopf dann auf die Hand. "..alte Frau also.. so so.. und was bist du?" Sie sah ihn einen Augenblick verächtlich an und sah dann auf das Dokument, das genau vor ihr auf dem Tisch lag. "Nein, im ernst. Ich mache mir große Sorgen um dich. Wie geht es dir?" Jiraiya legte seine Hand auf ihre Schulter und blickte sie mit einem ruhigen und sanften Blick an. "Blendend.", antwortete sie zunächst. "Wie soll es mir gehen?! Meine Schülerin hat mich verraten und hat sich gegen meine Worte aus dem Staub gemacht.", brummte sie dann genervt und fuhr mit einem Finger am Rand des Blattes entlang bis sie sich schnitt. "Ite!", fauchte sie gleich und zuckte zurück. Ihr Blut trat sofort aus der kleinen Wunde aus und ein einziger Tropfen tränkte das weiße Dokument und färbte eine Fläche in rot. Jiraiya lächelte leicht und kniete sich dann zu ihr hinab. Er zog ihre schmale Hand zu sich und leckte das übrig gebliebene Blut erst von ihrem Finger. Schließlich nahm er ihre Fingerkuppel leicht in den Mund und saugte das Blut so leicht ab, ehe er ihre Hand wieder aus seinem Griff entließ und zu ihr aufsah. Tsunade blickte einfach nur ruhig zu ihm hinab. Manchmal schien es ihr, als sei er gar nicht der alte Perverse, sondern der junge kleine Fratz, mitdem sie sich immer gestritten hatte. Heute jedoch war es nicht so. Jiraiya war mehr als nur ein Freund. Ein Leben ohne ihn konnte sie sich gar nicht mehr vorstellen, denn er war ihr treuster Freund neben Shizune, der ihr immer zur Seite stand und versuchte sie aufzuheitern. Tsunade musterte ihren Finger einen Moment im Mondlicht und tippte mit dem Zeigefinger dann gegen seine Stirn. "Du kannst die Finger nicht von mir lassen, hm?" Ihr Blick schwenkte ein wenig desinteressiert von ihm zum Fenster und sie musterte den Mond eine Weile. "Immernoch die alte eingebildete Zicke." Jiraiya erhob sich und blickte ebenfalls zum Mond, dessen Struktur der Oberfläche wie ein Gesicht auf sie hinab zulächeln schien. "Aber ja, so ist es." Tsunade's Blick wanderte nun wieder zu ihm und ihr entfloh ein leises wohliges Seufzen. Sie wusste schon lange, was er für sie empfand, doch hielt sie es für unangebracht sich auf etwas einzulassen, was ihr die Zeit als Hokage stehlen würde. Ihr Rang als Hokage rief viele Pflichten auf sich und es war keine Zeit für irgendwelche Tächtelmächtel, so entzog sie sich wieder der Antwort und drehte sich zurück zu ihrem Schreibtisch. "Hälst du es für angebracht Kakashi noch hinterher zuschicken? Immerhin war sie auch seine Schülerin und er scheint sich sehr um sie zu sorgen.." Tsunade's Blick ruhte auf dem tiefroten Fleck auf ihrem Dokument. "Das musst du entscheiden. Du bist Hokage." Jiraiya blickte diesmal nicht zu ihr, sondern durchgehend auf den Mond. Innerlich tobte gerade eine wahnsinnige Wut in ihm, denn sie hatte sich schon wieder davor gedrückt auf das, was er schon so lange mit ihr besprechen wollte, einzugehen. "Aber du bist mein Freund.", sagte Tsunade schließlich mit ein wenig Verzweiflung in der Stimme und blickte ihn nun wieder an. "EIN Freund.", verbesserte er sie. "Tsunade, du musst es selbst entscheiden. Ich bin nicht der Hokage und du hast doch sowieso immer deinen Kopf durchgesetzt." Tsunade grumpfte kurz und lehnte sich in ihrem Stuhl zurück. "Eine tolle Hilfe bist du!" "Das weiß ich. Aber solange du nicht endlich mit mir über dein Gefühle sprichst, brauchst du mich nicht um Rat zu fragen." Jiraiya ging mit großen Schritten zur Tür und öffnete sie. "Ich warte auf dich, aber lass dir nicht zuviel Zeit, denn das Leben ist kurz.", sagte er als er den Raum verließ. "..." Sie seufzte und fuhr sich leicht durch ihr blondes Haar. Wieso musste das ganze denn alles so schwer sein? Das Leben hatte zurzeit wirklich nichts für sie übrig, musste sie feststellen. Nachdem sie einige Minuten einfach auf die geschlossene Türe gestarrt hatte, rief sie nach Shizune. "Schick Kakashi in mein Büro. Sofort." ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ Hilfe, hat das lange gedauert. Aber hier ist es. Das dritte Kapitel ^^; Entschuldigt für die lange Wartezeit.., aber nun werde ich mich bemühen regelmäßige Updates zu machen ^^V Diesmal geht es um Godaime und Jiraiya.. Ihr seid sicher unglaublich wütend, weil es noch nicht mit Saku weitergeht, aber ich will etwas Spannung aufbauen, damit mir die Ideen nicht ausgehen *g* Also nicht hauen! >_< Vielen vielen Dank für die vielen Kommentare! ich werde mich jetzt ranhalte und schnell weiterschreiben, damit ihr nie mehr solange warten müsst ^_^ Big Grützi an meine beiden Inspirationen Tj_Kitsune und Jemima *kisu* Hosted by Animexx e.V. (http://www.animexx.de)