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If we still live tomorrow

von

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1.

Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden; und das plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn es wird die Posaune erschallen, und die Toten werden auferstehen unverweslich, und wir werden verwandelt werden. Denn dies Verwesliche muss anziehen die Unverweslichkeit, und dies Sterbliche muss anziehen die Unsterblichkeit.

 

- 1. Korinther 15, 51-53
 


 

Wir rennen. Wir rennen um unser Leben. Schon wieder. Schon wieder geht es darum zu leben oder zu sterben. Wie oft standen wir bereits vor dieser Entscheidung in den letzten Wochen? Viel zu oft. Jedes Mal, wenn wir denken dass es sicher ist, werden wir eines besseren belehrt. Jedes Mal kamen sie zu uns und versuchten zu töten. Wann wird das ganze endlich ein Ende nehmen? Müssen wir erst sterben um es zu beenden oder müssen wir leben?

Ich rannte den Gang der alten Fabrik entlang, hinter mir zog ich Hayden her. Wo die anderen waren wusste ich nicht. Jeder nahm einen anderen Fluchtweg um zu verschwinden. Ich kam an einer Tür an. Meine Hand ging auf die Klinke und drückte sie runter, doch wahrscheinlich war die Wucht, mit der ich mein Körper gegen die Tür schlug, auschlaggebend ob die Tür auf ging oder nicht. Sie ging auf. Wir kamen in der nächsten Halle an. Ich schloss die Tür hinter uns und blickte mich kurz um, da sah ich wie Gina die Treppe runtergesprungen kam. Sie warf mir einen kurzen Blick zu, dieser sollte mir wohl sagen, dass ich ihr nachlaufen soll. Dies tat ich auch. Wir liefen am Ende der Halle eine Wendeltreppe nach oben und liefen nun auf einem Gitter zur nächsten Tür. Gina öffnete sie, wartete bis ich und Hayden drin waren und schloss sie hinter uns. In diesem Augenblick hatten es unsere Verfolger geschafft die Tür aufzubrechen. Wir schnauften jedoch noch kurz durch.

Der Gang vor uns war hell, da die Wände aus Glas waren. Man konnte von hier aus auf den Hof sehen. Tausende von ihnen schlurften dort umher. Wir machten uns nun in einem etwas langsameren Gang auf den Weg. Wir nahmen natürlich nicht die Treppe runter auf den Hof, sondern die Tür zum letzten Gebäude.

Wir hatten uns zum Glück vorher bereits Fluchtwege ausgedacht, nur wer welchen nimmt nicht. Es waren zwar verschiedene Fluchtwege, jedoch sollten sie alle zu einem Ort führen: Das Dach

Da Gina und Hayden zu klein waren um an den Griff der Dachluke zu kommen öffnete ich. Zuerst stieg Hayden, dann Gina und zum Schluss ich hoch. Hinter uns schlossen wir die Dachluke wieder. Wir blickten uns um. Auf dem Dach des Ersten Gebäudes standen die anderen. Wir gingen also rüber. Zu unserem Glück waren die Dächer alle miteinander verbunden. Nun standen wir da. Alle acht aus unserer Gruppe standen in einem Kreis. Keiner fehlte.

Gina, Sarah, Joe, Franklyn, Karin, Charlotte, Hayden und ich, Scott. Unsere Gruppe der Überlebenden.

Joe erhob das Wort: „Hat jemand ein Plan was wir jetzt machen? Unsere Vorräte sind unten in der Fabrik, jedoch wimmelt es dort nun von Zombies. Das Dach ist zwar sicher, jedoch müssen wir irgendwann hier herunter und zurzeit ist das nicht möglich und nach unseren Erfahrungen werden die Auferstandenen auch nicht in den nächsten paar Stunden weiter gezogen sein, dafür haben wir zu viel Krach gemacht. Also jemand eine Idee?“

Vor sechs Monaten begann die ganze Welt langsam unterzugehen. Angefangen hatte es mit Meldungen in den Nachrichten.

Erster Tag:

„Ein bisher unbekannter Krankheitserreger macht den Menschen in Südamerika zurzeit zu schaffen. Bisher ist noch nicht viel bekannt und es ist auch nicht sicher ob dies ein Krankheitserreger ist, jedoch zeigen die Infizierten Anzeichen davon. Die Infizierten beginnen zuerst mit einem schwachen Husten, daraufhin bricht ein leichtes Fieber aus das immer stärker wird. Mit der Zeit hat der Infizierte mit Übelkeit zu kämpfen. Bisher gibt es laut Aussagen der Polizei jedoch keine Toten.“

Zweiter Tag:

„Der Krankheitserreger in Südamerika hat seine ersten Todesopfer gefordert. Bisher wurden zwanzig Tode offiziell bestätigt, es wird jedoch von einer höheren Zahl ausgegangen.“

Dritter Tag:

„Es wurde ein einreise Verbot von Südamerika aus verhängt. Jeder der sich zurzeit in Südamerika befindet darf nicht mehr in die Staaten einreisen. Grund dafür ist der Krankheitserreger der inzwischen um die hundert Menschen getötet haben soll. Wie er sich verbreitet ist unbekannt. Allerdings berichtete ein Zivilist, dass ein Infizierter Obdachloser nach seinem Tod wieder aufstand und den Arzt angriff. Diese Geschichte wurde jedoch nicht bestätigt.“

Vierter Tag:

„Trotz des einreise Verbot gibt es nun auch die ersten Infizierten in Nordamerika. Die Polizei richtete sich an die Bürger und warnt vor Infizierten. Man solle bereits bei den ersten Anzeichen einen Arzt aufsuchen und sich von Menschen welche Infiziert sein könnten fern halten. Egal ob Familien Mitglieder, Freunde oder Fremde, man soll sofort den Arzt holen.

Fünfter Tag:

„Es wurde eine Ausgangssperre in ganz Amerika ausgerufen. Ab Morgen um 16:00 Uhr soll man sich nur noch im Haus aufhalten. Grund dafür ist der Krankheitserreger.“

Sechster Tag:

„Durch die verhängte Ausgangssperre waren heute Läden und Straßen überfüllt. Einige Menschen wollten zu ihrer Familie fahren oder Lebensmittel für die nächsten Tage einkaufen. Auf mehreren Straßen gab es Unfälle. In den Straßen von New York kam es heute zu Kannibalistischen Überfällen. Angeblich soll der Kannibale auf Drogen gewesen sein, da mehrere Warnungen der Polizei ignoriert wurden, schoss man auf den Angreifer, dieser starb jedoch erst nach einem Kopfschuss.“

Siebter Tag:

„Die Lage auf den Straßen verschlimmert sich. Immer mehr Menschen beginnen Kannibalismus und immer mehr sterben an den Krankheitserreger. Verschwörungstheorethiker gehen von einen Krankheitserreger verursacht durch Atom-Tests aus, da die Regierung keine Details mehr zum Virus preisgibt.“

Achter Tag:

„Heute richtete sich der Präsident an die Bürger, dieser sagte, dass man sich Infizierten nicht nähern soll und Menschen die an dem Virus sterben den Kopf zertrümmern sollte, da sie sonst wieder zum Leben erwachen und Menschen fressen wollen. Jeder der gebissen wird ist infiziert. Wie das Virus jedoch seinen Ursprung fand, ist nicht bekannt“

 

Danach folgten nur noch Nachrichten über die vermutete Todeszahl, der Präsident wurde an einen sicheren Ort gebracht und die Bürger allein gelassen. Nach zwei Wochen hörten Fernseh- und Radiosender auf zu senden und spielten die aktuellsten Hits nur noch in Dauerschleife rauf und runter oder zeigten ein Bild mit dem Text „Zurzeit nicht auf Sendung“. Die Welt war am Ende, das wusste ich bereits da, doch das es so schlimm wird nicht.

 

„Scott hörst du überhaupt zu?“, riss mich Franklyn aus meinen Gedanken.

„Ja, klar.“, antwortete ich. Eigentlich hatte ich nicht zugehört.

„Also gut“, begann Joe „Wir werden die Nacht erst hier verbringen, morgen sehen wir weiter. Scott und Ich werden in der Nacht wache halten. Ich übernehme die Erste bis circa drei Uhr morgens, du danach klar?“

Ich nickte.

„Gut. Hat jeder seine Waffe bei sich?“

Jeder nickte.

„Gut. Dann könnt ihr nun machen was ihr wollt. Ihr solltet aber schlafen morgen wird ein anstrengender Tag.“

Jeder ging irgendwohin und suchte sich einen Platz zum Schlafen. Ich legte mich neben Joe hin, damit er mich nicht erst im Dunkeln suchen muss. Ich hätte nicht damit gerechnet sofort einzuschlafen, jedoch fiel ich schnell in einen tiefen Schlaf.

 

2.

Ich bekam ein paar leichte Tritte gegen meinen Rücken.

„Scott wach auf.“, drängte sich die Stimme von Joe in mein Ohr. Ich drehte mich zu ihm um und schaute ihn an. „Du bist dran mit Wache.“

Nach diesem Satz war es wie eine Rückblende. Ich hatte im Schlaf all das vergessen, was in letzter Zeit passiert war. Ich stand auf, nahm Joe das Jagdgewehr aus der Hand und ging am Rand des Daches. Das Gestöhne und geschlurfe der Wiederauferstandenen drang bis zu uns. Joe legte sich schlafen und ich war allein.

Ich blickte in die Runde um zu sehen ob auch alle da waren. Gina schlief am Rand des Daches mit dem Kopf auf der kleinen Erhebung. Ihre dunkelroten Haare hingen dabei nach unten. Gina war eine gut aussehende, 27-Jährige-Frau aus Veritas, einer Kleinstadt im US-Bundesstaat Florida, aus der auch ich komme. Ihr früherer Beruf war Parfümverkäuferin, dies und die Tatsache dass sie am anderen Ende der Stadt wohnte waren die Tatsachen dass wir uns vorher noch nicht kannten.

Karin lag etwas weiter entfernt von Gina. Die etwas dickere Frau mit den schwarzgelockten Haaren war früher Metzgerin, wodurch ich sie schon öfters gesehen, aber noch nie viel mit ihr geredet hatte, außer, dass ich irgendein Fleisch haben will. Sie wohnte in einem Apartment in der Veritasser Innenstadt, direkt neben ihrem Laden, dort veranstaltete sie jeden Sonntag einen Koch Club. Ich weiß von diesem durch eine gute Freundin die mich öfters dort mithin schleifen wollte, jedoch war ich nie mit.

Neben ihr lag die kleine Charlotte, die kleine 13-Jährige ist oft in der Nähe von Karin, da die beiden sich bereits aus dem Koch Club kennen wo Charlotte auch immer mit hingegangen ist. Charlotte hat längere schwarze Haare und ist ziemlich Schlank. Sie ist oft bei Hayden, da die beiden sich gut verstehen und die einzigen Kinder in unserer Gruppe sind. Sie kennen sich auch schon aus der Schule, da sie in die gleiche gingen, nur war Hayden ein paar Klassen höher.

Sarah Bolan lag in der Mitte des Daches. Die dünne 32-Jährige, mit den schulterlangen, braunen Haaren war früher einmal Bürokauffrau und Mitglied in einem Hundeverein. Gelebt hatte sie im Vorort von Veritas, wodurch sie etwas weiter zur Arbeit fahren musste als andere, jedoch schien sie das nie zu stören. Ich kenne sie bereits seit dem Kindergarten und war mit ihr in der gleichen Grundschulklasse, jedoch war sie immer besser als ich weshalb sie auch auf eine bessere Schule kam. Wir hielten allerdings Kontakt und wohnten auch ziemlich nah beieinander. Zugegeben, wir waren in unserer Jugend auch mal eine Zeit lang zusammen, jedoch hielt die Beziehung nicht lang und wir beließen es bei Freunde.

Franklyn Morrison lag über der Dachluke. Franklyn, ein Mann mit einer Glatze und der einzige aus unserer Runde mit dunkler Hautfarbe. Früher war er einmal Elektriker in Toronto. Als das ganze hier anfing war er jedoch zu Urlaub bei seinen Eltern. Früher lebte Franklyn mit seinen Eltern zusammen in Veritas – wodurch ich ihn flüchtig kenne – er zog jedoch mit seiner damaligen Freundin weg, gab sein Job als Pizzaboote auf und wurde Elektriker.

Joe lag auf meinem alten Platz. Der 35-Jährige war Soldat und wurde als Unterstützung in die Staaten geschickt, ob er sich glücklich schätzen kann ist Ansichtssache. Krieg für das Land führen oder in den Tod gehen. Hätte er es gewusst wäre er wahrscheinlich beim Krieg geblieben. Ich und Joe waren mal eine Zeit lang zusammen in Afghanistan stationiert, doch hatten wir nicht viel miteinander zu tun. Er persönlich ist ein totaler Waffenvernatiker und war er auch schon immer. Sein Vater brachte ihn bereits mit sieben bei zu schießen. Von ihm stammen auch die meisten unserer Waffen.

Ich, Scott, 32-Jahre, kurze braune Haare und Dreitagebart, ehemaliger Soldat 182 Zentimeter groß und 77Kilogramm schwer, lebte im Vorort von Veritas, zusammen mit meinem Sohn. Außer Football zu schauen und an meinem alten DeLorean zu schrauben hab ich den ganzen Tag eigentlich nichts gemacht, außer ab und an mit meinem Sohn Fußball zu spielen und andere Sachen die Väter nun mal tuen.

Mein Sohn Hayden lag mit seinen längeren blonden Haaren an einer Dachkannte. Er war ein schlanker Junge, liebte es Animes zu schauen hört Musik die ich nie hören würde und hat ein kleines Problem damit nett zu Leuten zu sein. Gerne beleidigt er Menschen, jedoch ist er trotzdem ein lieber Junge. Obwohl das wahrscheinlich jeder Vater über sein Sohn sagen würde.

 

Die Sonne stieg nun am Himmel empor, der Himmel färbte sich hellblau und die anderen wurden wach. Alle sahen ziemlich ausgeschlafen aus. Es war das erste Mal das wir wirklich schlafen  seit langem.

„Okay.“, rief Joe in die Runde „Guten Morgen euch alle. Heute haben wir einen anstrengenden Tag vor uns. Unsere Mühen in den letzten Tagen alle Gebäude zu säubern waren so gesehen alle umsonst. Nach dem Angriff letzten Nachmittag müssen wir das ganze Gebiet wieder frei kriegen und Verbarrikadieren. Unsere wichtigste Aufgabe sollte es jedoch vorerst sein, unseren Vorrat an Nahrungsmitteln herzuholen und die restlichen Waffen die noch unten sind. Sarah und Franklyn werden dazu den Hintereingang von Gebäude eins nehmen. Ich nehme an, dass dort weniger sein werden. Scott, Gina und ich nehmen uns den Vordereingang vor. Karin passt in der Zeit auf die Kinder auf.“

„Was machen wir wenn einer von uns in Schwierigkeiten steckt? Wenn zum Beispiel bei einer Gruppe zum Beispiel zu viele von denen sind?“, warf Sarah ein.

„Dann wird diese Gruppe einen Rücktritt antreten, ruft es der anderen Gruppe aber zu. Mehr können wir nicht tun zurzeit. Tut mir Leid. Wir gehen also durch die Dachluke hier in das dritte Gebäude, von dort aus kommen wir nach draußen. Wir haben alle nur unsere Waffen, keine Messer oder andere lautlosen Gegenstände. Also weicht ihnen so gut es geht aus. Klar?“

Wir nickten.

„Gut. Dann geht’s los. Je früher wir anfangen desto eher können wir was Essen.“

Joe ging zur Dachluke und öffnete diese. Er ging durch und sah sich um. Es war anscheinend keines dieser Dinger da, so dass er uns herunterwinkte. Ich kam als letztes doch bevor ich runter sprang kam Hayden noch zu mir.

„Papa, warte.“, er hielt mich an der Schulter fest.

„Was los großer?“

„Du hattest gestern deine Halskette nicht mitgenommen, also hab ich es getan, hab nur vergessen sie dir wiederzugeben. Hier.“, er hielt mir seine ausgestreckte Hand hin mit der Kette darin. Es war eine Hundemarke, wie es typisch für einen Soldaten war.

„Danke.“, sagte ich und wuschelte ihm durchs Haar. „Ich muss jetzt los bis später, ja?“

„Klar!“

Ich stieg nun auch nach unten und legte mir die Halskette um, diese steckte ich dann noch unters T-Shirt.

Wir gingen den Gang zwischen Gebäude zwei und drei entlang. Durch die vollkommen aus Glas bestehende Wand sah ich, dass nur wenige auf dem Hof waren. Zumindest zwischen diesen beiden Gebäuden. Im anderen Gebäude stiegen wir die Treppe hinunter zur Halle. Einige der Wiederauferstandenen schlurften dort umher. Es mussten wohl die sein, dir mir und Hayden gefolgt waren.

Wir sahen von unten runter und zählten. Sieben hatten sich hier versammelt. Joe ging voraus. Er schlich sich die Treppe nach unten und stand bereits hinter dem ersten. Er packte diesen am Kopf und warf ihn mit einem kräftigen Stoß auf den Boden wo er mit seinem Fuß den Kopf zertrümmerte – der einzige Weg diese Wesen zu töten. Die anderen wurden von dem Krach angezogen und kamen auf uns zu. Jeder nahm einen anderen. Ich ging zu einer Frau, – zumindest war sie das als sie noch lebte – trat ihr in die Magengrube, um sie ein Stück vom Leib zu halten, trat dann ihre Beine weg. Sie flog auf den Boden und dort tat ich dann das, was Joe bereits mit dem ersten gemacht hatte. Nachdem ich meine Aufgabe erledigt hatte, sah ich, dass nur noch Sarah mit einem zu kämpfen hatte, diesen aber ohne Probleme tötete.

Nun war der Teil gekommen, wo wir uns alle aufteilen mussten. Sarah und Franklyn nahmen die Tür links von uns. Unsere Gruppe wartete noch, um ihnen zu helfen, falls draußen ein paar zu viele vor der Tür standen. Tatsächlich hatte sich in der Nacht jemand davor gesetzt. Als die Tür aufging landete dieser jedoch mit seinem Oberkörper auf den Boden. Franklyn stellte ein Fuß auf seine Brust und trat mit dem anderen auf seinen Kopf.

Die Auferstandenen hatten eine seltsame Lebensweise. Sie wurden von jedem Geräusch das sie hörten angelockt. Sollte es jedoch eine Zeit lang still sein hatten sie die schlechte Angewohnheit sich einfach hinzusetze und zu warten, dass etwas passiert.

Als die Krankheit ausbrach waren die Meldungen zwar nur von Menschen die wiederkehrten, jedoch musste man bald feststellen, dass auch Tiere davon betroffen waren. Dies merkte ich als vor uns ein Schäferhund stand. Einer mit einer Bisswunde an seinem Hintern. Dieser Anblick war noch immer der Schlimmste. Als Kind war ich ein großer Tierfreund, hatte zwei Katzen und einen Hund, welche mit der Zeit jedoch verstarben. Mein Beruf ließ es nie zu mir ein Haustier anzulegen, auch in der Zeit als ich nicht mehr arbeitete und mich um mein Sohn kümmerte war ich nie dazu gekommen ein neues Haustier zu holen. Wenn man die derzeitige Lage beachtet, war es wohl besser so.

Joe trat den Hund gegen sein Gesicht und der Kopf schleuderte sich um 90 Grad nach hinten. Ganz klar ein Genickbruch, doch Joe trat trotzdem noch den Kopf platt, nur um sicher zu gehen.

Wir kamen an der Tür an, die zu unserem alten Lager führte. Joe öffnete sie leise und schaute rein. Mindestens ein Dutzend hatten sich dort versammelt und wartete nur darauf uns aufzufressen. Joe schloss die Tür wieder ganz leise.

„Okay. Ich hole die Rucksäcke, stopfe die herumliegenden Sachen noch rein und ihr passt auf das ich nicht gebissen werde dabei, klar?“

„Joe, da drin sind mindestens ein Dutzend, wäre es nicht besser einfach abzuhauen und uns neue Sachen zu suchen?“, warf Gina ein.

„Auf keinen Fall. Wir haben einen Monat damit verbracht den ganzen Proviant zu sammeln, den lass ich nicht zurück!“, mit diesen Worten rannte er hinein.

„Scheiße“, war das einzige was ich raus brachte bevor ich ihm nach lief um ihm helfen.

Er hatte bereits einen Baseballschläger genommen und die Gegner weggeschlagen. Er kam bei den Rucksäcken an, warf mir den Baseballschläger zu und begann damit alles einzusammeln. Ich fing den Baseballschläger und schlug sofort einen nieder der auf mich zu gerannt kam. In den Augenwinkeln sah ich das Gina gerade dabei war ein Brecheisen zu nehmen, hinter ihr stand aber bereits einer also rannte ich zu ihr und schlug ihn nieder. Wir standen nun beide an der Wand und die Toten kamen auf uns zu. Auf Joe kam ebenfalls einer hin geschlurft.

„Joe!“, schrie ich.

Joe drehte sich um und wollte mit einem Holzstück auf den Toten schlagen, dieser war jedoch schon so nah das er es nur schaffte das Holz zwischen sich und dem Toten zu bringen und ihn so wegzudrücken. Man hörte wie er fluchte. Wir versuchten währenddessen die anderen loszuwerden. Als Gina einer Maus den Kopf zerschlagen hatte drehten wir uns wieder zu Joe hin. Er kämpfte noch immer mit dem Toten. Wir liefen zu ihm hin. Kurz bevor wir dort waren war ein Schuss zu hören und der Tote fiel auf den Boden. Wir blickten zu dem Ort, von wo der Schuss kam. Dort standen Sarah, Franklyn und ein Junge mit einer Waffe in der Hand. Dieser war wohl der Retter.

Der Junge hatte längere schwarze Haare, eine rote Brille, grüne Augen, ein Piercing an der Lippe und eins am Ohr. Seine Kleidung bestand aus einem schwarzem T-Shirt und einer schwarzen Jeans.

„Scott…“, sagte der Junge.

„Jake… Du lebst noch?“, fragte ich

„Ja. Was ist mit Hayden?“

„Alles gut, er ist oben auf dem Dach.“

Der Junge war Jake Garland, der beste Freund von Hayden.

„Wo sind deine Eltern?“

Jake blickte zu Boden. Ich wusste was das bedeutet.

„Tut mir Leid…“

„Schon gut. Es ist schon einige Wochen her. Immerhin hab ich noch jemanden gefunden den ich kenne.“

Plötzlich mischte sich Gina ein. „Ich will eure Wiederfindung ja nicht stören, aber wir sollten schnellstens hier weg.“, mit dem Finger zeigte sie auf den Eingang, wo Dutzende Tote ankamen. Jeder nahm einen Rucksack und wir machten uns wieder auf dem Weg zum Dach. Zu unserem Glück sind die Auferstandenen langsam. Aufs Dach kamen wir ohne große Probleme.

Ich kletterte durchs Oberlicht und Hayden kam auf mich zugelaufen. „Alles gut gelaufen?“, fragte er mich.

Ich nickte. „Und schau mal wen wir gefunden haben.“, ich ging einen Schritt zur Seite und Jake kam durchs Oberlicht geklettert.

„Jake!“, rief Hayden.

„Hayden!“, rief Jake.

Die beiden gingen zu Charlotte. Hayden stellte die beiden einander vor und ich setzte mich zu Joe. Dieser hielt mir ein Dosenbier hin. Ich nahm an.

„So fröhlich hab ich Hayden noch nicht gesehen seit dem Ganzen.“, sagte Joe.

„Ja. Es ist lange her, dass er so gelacht hat. Das Jake da ist wird ihm helfen.“

„Allerdings.“, er räusperte sich. „Wir müssen noch überlegen wo wir hingehen.“

„Was meinst du?“

„Ich meine, dass wir hier nicht bleiben können, zumindest nicht für immer. Wir brauchen einen Sicheren Platz.“

„Wir suchen immer sichere Plätze, doch immer wieder wird uns gezeigt, dass sie unsicher sind. Es gibt keinen sicheren Platz.“

„Doch gibt es. Unser Pech war, dass wir die Horde nicht gesehen hatten und uns nicht in Sicherheit bringen konnten und sie uns deshalb die Tür eingerannt haben. Wir brauchen einen Ort, wo wir einen großen Überblick auf die Gegend haben.“

„Ein Aussichtsturm.“

„Ja, sowas zum Beispiel. Nur hab ich eher an etwas anderes gedacht.“

„Ach und an was?“

„Wenn wir Richtung Süden gehen müssten wir zum Flughafen kommen. Dort haben wir Autos, Flugzeuge, Überblick auf die Gegend…“

„Und eine Menge Toter.“

„Hey, wir haben Waffen und genug Munition. Der Flughafen ist nicht so groß, damit müssten wir fertig werden.“

„Joe. Ich hab einen Sohn, den ich beschützen muss und jetzt auch auf seinen Freund. Ich kann es mir nicht leisten Risiko einzugehen nur aufgrund von Spekulationen. Du weißt nicht wie viele fliehen wollten und dort gestorben oder gebissen wurden.“

„Du hast Recht, ich weiß es nicht, aber es ist eine Möglichkeit. Wenn wir hier bleiben werden wir früher oder später verhungern. Der Flugplatz ist ein guter Ort um sich zu verschanzen. Wer weiß vielleicht sind dort auch schon andere Überlebende.“

„Erinnerst du dich an die letzten Überlebenden die wir getroffen haben? Die wollten uns erschießen.“

„Scott, denk drüber nach. Du kannst deinem Sohn und seinem Freund hier verhungern lassen, oder du riskierst es für einen sicheren Ort. Überleg es dir.“, mit diesen Worten ging er.

Ich seufzte und legte mich auf den Boden. Ich nahm meine Halskette und schaute auf das Bild welches in der Kette war.

Was würdest du jetzt tun, Jessy?



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Kommentare zu dieser Fanfic (5)

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Von: Futuhiro
2015-07-28T18:06:41+00:00 28.07.2015 20:06
Wuhu, gutes Kapitel. (Und die Charakter-Beschreibungen wurden auch massiv aufgestockt, wie ich sehe.)

Sehr nette Methode, zum Schichtwechsel geweckt zu werden, by the way.

Mir sind mal wieder zwei Fragen untergekommen. ^^

- Wo genau spielt das eigentlich? Ich weis nicht mehr genau, ob es im Kapitel 1 erwähnt wurde und ich es schon wieder vergessen habe. Aber in den Chara-Beschreibungen ist durchgehend vom Wohnort Detroit die Rede, hier im Kapitel heißt es aber, die würden sich alles aus einem Dorf in Florida kennen. Detroit ist ja schon ne Ecke von Florida weg.
(Allgemein muss ich erstmal abwarten, wie realistisch ich das finde, daß die sich alle schon vorher mehr oder minder gut kannten. Aber vielleicht gibt es ja später noch des Rätsels Lösung.)

- Und wo kommt der Junge Jake jetzt plötzlich her? Hat sich wirklich ein 15-Jähriger (!!!) wochenlang alleine mit ner Knarre in der Hand durchgeschlagen? Ich finde Jake übrigens schonmal pauschal ziemlich cool. Viel schwarz. Ich steh auf Charaktere, die viel schwarz tragen.

Die Idee, daß die Zombies sich einfach irgendwo hinsetzen und warten, daß was passiert, finde ich sau-genial. XD Ich hab noch nie einen rumsitzenden Zombie erlebt. Ich kannte die bisher in Filmen und Storys immer als sinnlos/rastlos in der Gegend rumschlurksende Kamerados. Und - yeah - es gab schon die ersten Zombie-Tiere! Ich liebe es. ^^ (Nagut, schade um den Schäferhund. Ich hätte ihn sicher nicht köpfen können, der hätte mir zu leid getan.)

Im Schreibstil hat es mich ein wenig irritiert, daß die Sätze mal in der Gegenwart und mal in der Vergangenheit geschrieben waren und stellenweise auch mittendrin gewechselt haben. Sowas wie "...wodurch ich sie schon öfters gesehen, aber noch nie viel mit ihr geredet hatte, außer, dass ich irgendein Fleisch haben will." Die gesamte Story ist ja an sich in der Vergangenheitsform geschrieben ("Ich seufzte und legte mich auf den Boden."), wie das ja auch üblich ist. Da haben mich die "Ich kenne Sie von da-und-da"-Konstellationen irgendwie verwirrt. ^^

Ja, ansonsten nicht übel. Ich bin gespannt, ob sie nun zum Flughafen gehen oder nicht, und ob sie´s dort besser treffen als hier. Vielleicht ist der Soldat im Bunde ja zufällig auch Flieger und kriegt ne Maschine startklar. Auf dem Flughafen dürften ja jetzt genug herrenlos rumstehen. Ich freu mich auf die Fortsetzung.
Antwort von:  Sorxas
28.07.2015 23:51
Danke :3
Um mal jede deiner Fragen einzeln zu beantworten:

- Ja, zuerst sollte es in der Nähe von Detroit liegen, und ales die Charaktere erstellt wurden war es auch noch so, weshab es schlussendlich im Steckbrief stand, hab mich später dann aber umentschieden und vergessen es im Stecki umzuändern <.<

- Das kommt noch :D

Hehe danke :3 und ja ich hätte es auch nicht machen können, aber hey es geht um Leben und Tod :D

Jaaaa...mein großes Problem am schreiben ist es die Zeitform einzuhalten .-.

Werden wir sehen :P

Versuch auf jedenfall weiter zu schreiben :D
Von: Futuhiro
2015-07-17T13:43:52+00:00 17.07.2015 15:43
Die Nachrichten klangen gut. Da kam gleich mal richtig Stimmung auf. ^^
Ist der Virus eigentlich auch schon in Europa und Asien? Und infiziert er auch Tiere? (Ich wäre ja sooooo sehr für eine Story, wo es endlich auch mal Zombie-Tiere gibt. Immer nur Menschen, das kennt man schon. ^^)
Ich freue mich auf mehr.

An die vielen Namen muss ich mich erst gewöhnen, wer da wer ist. Ich hoffe, es wird auf jeden einzelnen im weiteren Verlauf noch etwas eingegangen, damit man sich ein besseres Bild machen kann.
Der Ich-Erzähler war wohl Scott, das hab ich zumindest noch mitbekommen. Ich hatte eher damit gerechnet, daß aus Sicht des Jungen erzählt werden würde, aber so ist es auch schön. Erwachsene Ich-Erzähler haben eine sachdienlichere Perspektive und Sichtweise, wenn man solche Katastrophen-Storys schreibt.
Antwort von:  Sorxas
17.07.2015 15:47
Gut, ich hatte das Gefühl das das total schlecht is o.o
Ehrlich gesagt weiß ich das selber noch nicht wirklich, aber das mit den Tieren ist auf jedenfall so (bin selber mal dafür gewesen :3)

Ja, es wird auf jeden genau eingegangen das kommt dann im zweiten Kap, so viel hab ich auch schon :D
Ja, deR Ich-Erzähler war Scott und das mit dem Jungen... Ich hab da so n Plan mehr sag ich nicht :P


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